StarthilfePlus - Ergänzende Reintegrationsunterstützung im Herkunftsland

Das Bundesprogramm „StarthilfePlus“ (SHP) unterstützt die Reintegrationsperspektiven in vielen Zielländern.

Die SHP-Hilfen können - abhängig von der Staatsangehörigkeit (nicht Zielland) - gewährt werden, wenn zeitgleich eine Förderung der freiwilligen Rückkehr durch das REAG/GARP 2.0-Programm bewilligt worden ist. Die Festsetzung der SHP-Leistungen erfolgt durch das BAMF zusammen mit den REAG/GARP 2.0-Hilfen. IOM übernimmt die Durchführung der Reintegrationshilfen im Zielland.

Arten von SHP-Hilfen (gültig ab 01.01.2024):

A) Finanzielle Unterstützung im Zielland (2.Starthilfe) in
- regulärer Unterstützung
- reduzierter Unterstützung
B) Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen
C) Reintegrationsunterstützung für Personen mit Langzeitduldung

Zu A) Finanzielle Unterstützung im Zielland (2. Starthilfe)

Staatsangehörige mit Förderung durch das REAG/GARP 2.0-Programm können eine ergänzende finanzielle Unterstützung erhalten:

Reguläre Unterstützung:

Benin, Burkina Faso, China, Côte d'Ivoire, Guinea Bissau, Mali, Niger, Russische Föderation, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Togo

Reduzierte Unterstützung*:

Ägypten*,Algerien*, Armenien*, Äthiopien*, Bangladesch*,Demokratische Republik Kongo (Kinshasa)*, Gambia*, Ghana*, Guinea*, Indien*, Irak*, Kamerun*, Kenia*, Marokko*, Mongolei*, Nigeria*, Pakistan*, Sri Lanka*,Tadschikistan*, Tunesien*, Türkei* und Vietnam*.

*Die SHP-Unterstützung ist reduziert, da in diesen Zielländern zusätzliche Reintegrationshilfen über das europäische JRS-Programm („Joint Reintegration Services“) möglich sind. Eine Anpassung der Zielländer erfolgt nach Verfügbarkeit der JRS-Hilfen.

Zu B) Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen

Staatsangehörige mit Förderung durch das REAG/GARP 2.0-Programm können eine ergänzende Unterstützung im Bereich Wohnen erhalten: Aserbaidschan, Iran und Libanon

Zu C) Reintegrationsunterstützung für Personen mit Langzeitduldung

Staatsangehörige mit Förderung durch das REAG/GARP 2.0-Programm können eine ergänzende Unterstützung im Bereich Langzeitduldung erhalten. Die Langzeitduldung muss nachweislich seit mindestens zwei Jahren in Deutschland bestehen.

Als Hilfe kann

  • eine einmalige finanzielle Unterstützung sowie
  • bei Bedarf eine ergänzende Reintegrationsunterstützung als Sachleistung in den Bereichen Wohnen und medizinische Kosten gewährt werden bei Staatsangehörigkeit: Bosnien-Herzegowina, Montenegro

Eine ausschließlich einmalige finanzielle Unterstützung (JRS-Programm) kann gewährt werden bei Staatsangehörigkeit: Albanien, Georgien, Moldau, Nordmazedonien and Serbien

Einzelheiten zu den SHP-Hilfen sind im Login-Bereich abrufbar.