ERRIN

Das European Return and Reintegration Network, ERRIN (ehemals ERIN), bietet Ihnen individuelle Unterstützung in Form von sozialer und/oder psychologischer Hilfe sowie Beratung vor der Ausreise in Ihr Herkunftsland an.
Das Programm (06/2018 - 12/2020) unterstützt wie das Vorgängerprogramm ERIN die Reintegration von rückkehrenden Personen und wird weitgehend durch die Europäische Union finanziert. Zudem wird der direkte Austausch mit Drittstaaten über bilaterale Maßnahmen im Bereich Rückkehr und Reintegration vertieft.Schwerpunkte des Programms
  • individuelle Unterstützung nach (freiwilliger und zwangsweiser) Rückkehr in das Herkunftsland (Drittstaat) durch ein Netzwerk lokaler Service Provider und Partner
  • Erleichterung der Rückkehr und Reintegration vulnerabler Personen
  • Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte im Bereich der Rückkehr und Reintegration
  • Entwicklung von Methoden zur Verbesserung der Beratung vor der Ausreise
  • Kooperation mit Drittstaaten zur Erleichterung der Rückkehr und Reintegration
  • Gewinn und Austausch von Erkenntnissen zur Weiterentwicklung des Programms
Förderung
Drittstaatsangehörige, die nach einer freiwilligen Ausreise oder Rückführung aus Deutschland Unterstützung bei der Reintegration in ihrem Herkunftsland benötigen, können einen Antrag auf ERRIN-Förderung stellen.
In folgenden Ländern kann derzeit Unterstützung angeboten werden
Äthiopien*, Afghanistan, Bangladesch, Côte d’Ivoire* (Elfenbeinküste), Ghana, Indien, Irak, Marokko, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Senegal*, Somaliland*, Sri Lanka, Sudan*, Ukraine
*In diesen Ländern kommt es aktuell zu Verzögerungen bei der Förderung im Rahmen von ERRIN. Anträge werden jedoch weiterhin entgegengenommen. Im Herkunftsland ansässige Vertragspartner, i.d.R. nicht-staatliche Organisation mit sozialer und humanitärer Verpflichtung gegenüber schutzbedürftigen Personen, ermöglichen in vertrauensvoller Zusammenarbeit einen Neuanfang im Herkunftsland. Das Ziel ist hierbei eine dauerhafte Reintegration.Umfang der Reintegrationshilfen
  • Beratung nach der Ankunft
  • Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche
  • Unterstützung bei einer Existenzgründung
  • Grundausstattung für die Wohnung
  • Beratung und Begleitung zu behördlichen, medizinischen und caritativen Einrichtungen
    Die Höhe der Unterstützung orientiert sich an der Anzahl der Rückkehrenden im Familienverbund und an der Vulnerabilität der Rückkehrenden.
Höhe der Sachleistungen
  • Freiwillige Rückkehr, Einzelperson: bis zu 2.000 EUR
  • Freiwillige Rückkehr im Familienverbund: bis zu 3.300 EUR
  • Bei festgestellter Vulnerabilität: einmalig + 500 EUR
  • Rückgeführte Personen: bis zu 1.000 EUR
    Ein Rechtsanspruch auf Förderung durch dieses Programm besteht nicht!
Verfahren
Um ERRIN-Reintegrationsleistungen in Anspruch nehmen zu können, ist ein Antrag erforderlich (siehe rechte Spalte unter Download), der vollständig ausgefüllt und vom Rückkehrer (Antragsteller) unterzeichnet sein muss. Identitätsdokumente (z.B. Pass, Passersatzpapiere, Reisedokumente) sowie ggfs. Nachweise einer bestehenden Vulnerabilität müssen dem Antrag beigefügt sein. Die gesamten Unterlagen sollen als separate Scan-Dokumente an die im Formular angegebene E-Mail-Adresse übersandt werden.

Hinweis
Die Dauer der Antragsbearbeitung kann 5 bis 10 Tage in Anspruch nehmen. Antragsübermittelnde Stellen werden daher gebeten, frühzeitig Anträge zu stellen.

Von der Antragstellung bis zur Umsetzung der Reintegrationshilfen
Der ERRIN-Antrag wird bei einer Kommunal- , Landesbehörde oder einer Rückkehrberatungsstelle gestellt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhält den Antrag in der Regel per E-Mail und prüft diesen auf Förderfähigkeit. Sind die nötigen Voraussetzungen für eine Förderung gegeben, so legt das BAMF die Förderhöhe fest und leitet die Bewilligung an den Vertragspartner und die antragsübermittelnde Stelle weiter. Nach erfolgter Ausreise nimmt der/die Rückkehrende Kontakt zum Vertragspartner auf und legt mit diesem schriftlich ein Reintegrationsvorhaben fest. Dieses muss anschließend vom BAMF geprüft und bewilligt werden, bevor die Reintegrationshilfen umgesetzt werden können.
Innerhalb von sechs Monaten nach der Ausreise sollte die Reintegrationsunterstützung durch ERRIN abgeschlossen sein.Sonstige Hinweise
ERRIN unterstützt die Reintegration nach erfolgter Rückkehr. Entstehende Kosten zur Vorbereitung der Ausreise (z. B. Beratungsgespräche, Fahrtkosten für die Beschaffung von Reisedokumenten) sind nicht förderfähig. Können Rückkehrende ihre Ausreisekosten nicht selbst finanzieren, besteht - neben den ERRIN-Leistungen - eine zusätzliche Fördermöglichkeit über das humanitäre Rückkehrprogramm REAG/GARP. Voraussetzung für eine Förderung im Rahmen des ERRIN-Programms ist ein mindestens sechs-monatiger Aufenthalt in Deutschland. Weitere Anfragen können Sie über das Kontaktfeld (rechte Spalte) stellen.

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