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Das Online-Antragsmodul ermöglicht die digitale Übermittlung von REAG/GARP-Anträgen und ZIRF-Anfragen für registrierte Rückkehrberatungsstellen. Registrieren kann sich jede REAG/GARP bzw. ZIRF berechtigte Stelle in Deutschland.
Übermittlung der Erstattungsunterlagen

REAG/GARP

Das Programm REAG/GARP unterstützt Sie finanziell und organisatorisch bei der freiwilligen Rückkehr in Ihre Heimat oder bei der Weiterwanderung in ein anderes Land.

WICHTIGER HINWEIS:

Aufgrund der nach wie vor vorhandenen Auswirkungen der Corona Pandemie können freiwillige Ausreisen über das Programm REAG/GARP derzeit nicht wie gewohnt stattfinden. Bund, Länder und IOM haben sich darauf verständigt, bis zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs, temporäre Überbrückungsmaßnahmen durchzuführen. Aktuelle Informationen zum Stand werden fortlaufend auf dieser Seite veröffentlicht und per Newsletter von IOM, Bund und den Ländern bekannt gegeben. Alle Beteiligten entwickeln gerade Wege, um freiwillige Ausreisen wieder zeitnah zu ermöglichen. Bis dahin können in der Überbrückungsphase weiterhin REAG/GARP-Anträge über die Rückkehrberatungsstellen an die IOM gerichtet werden. An einer Rückkehr interessierte Personen haben zudem die Möglichkeit, über den Kontakt iomdeausreise@iom.int ihr Interesse an einer freiwilligen Rückkehr zu bekunden. Sofern Ausreisemöglichkeiten über die aktuellen Informationen auf www.ReturningFromGermany.de hinaus bekannt sind, können diese von antragsübermittelnden Stellen IOM bei Einreichung eines Antrags mitgeteilt werden.

Eine Liste mit den aktuell gültigen Bestimmungen zu einzelnen Zielländern finden Sie hier.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auch auf der Informationsseite des Auswärtigen Amtes.

Im Downloadbereich dieser Seite können weiterhin Tipps zu Hygiene als Vorbeugung einer Ansteckung mit COVID-19 heruntergeladen werden.`

Das Programm REAG/GARP hilft Ihnen in Ihr Herkunftsland zurückzukehren oder in ein anderes Land weiterzuwandern. Es unterstützt Sie bei der Organisation der Reise und übernimmt die Kosten für das Reiseticket. Weitere Unterstützung zur Reintegration gibt es für viele Länder durch das Programm StarthilfePlus. Ob Sie StarthilfePlus erhalten können, erfahren Sie auf der Seite Ihres Landes.

TIPP:
Im Erklärfilm auf der Startseite können Sie sich anschauen, wie eine freiwillige Rückkehr aussehen kann.

Welche Unterstützung gibt es?
Wieviel Hilfe Sie erhalten können, hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit und anderen Faktoren ab.

So könnten Sie unterstützt werden:

  • Flug- oder Busticket
  • Fahrtkosten vom Wohnort zum Flughafen oder (Bus-)Bahnhof
  • Geld für die Reise: 200 EUR pro Person* (100 EUR pro Person unter 18 Jahren)
  • Medizinische Unterstützung: maximal 2.000 EUR für bis zu drei Monate nach Ankunft im Zielland
  • Einmalige Förderung: 1.000 EUR pro Person (500 EUR pro Person unter 18 Jahren, pro Familie maximal 3.500 EUR)

*Personen aus bestimmten Ländern, die ohne ein Visum nach Deutschland einreisen konnten, erhalten weniger Geld für die Reise. Dies sind: Republik Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Republik Nordmazedonien, Montenegro, Republik Moldau, Republik Serbien und die Ukraine.

HINWEIS:
Extra Rate
Wenn Sie Deutschland bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen möchten, erhalten Sie 500 EUR finanzielle Unterstützung (bis zu 2 Monate nach der Erstellung des Asylbescheides). Dies ist ein fester Betrag, egal ob Sie alleine oder mit der Familie ausreisen. Die Unterstützung ist von Ihren Gründen für die Ausreise unabhängig.

Wer kann REAG/GARP beantragen?
a) Personen aus Nicht-EU-Ländern,
- die sich im Asylverfahren befinden,
- deren Asylantrag abgelehnt wurde und nachvollziehbar ausreisepflichtig sind und
- die asylberechtigt sind oder eine Duldung besitzen,
können REAG/GARP erhalten.
b) Personen aus der EU,
- die Opfer von Menschenhandel oder Zwangsprostitution geworden sind, können Unterstützung beantragen.

Bitte beachten Sie: IOM unterstützt keine Ausreisen nach Syrien, Libyen oder dem Jemen, aufgrund der angespannten Situation in diesen Ländern. Eine freiwillige Rückkehr nach Eritrea und Somalia muss von Fall zu Fall geprüft werden. Die Bearbeitung kann daher länger dauern. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Ihres Landes.

Antragstellung


Bevor Sie sich für eine freiwillige Rückkehr entscheiden, sollten Sie sich beraten lassen. REAG/GARP können Sie deshalb nur über eine Beratungsstelle beantragen. Es gibt unabhängige und staatliche Beratungsstellen. Unabhängige Beratungsstellen sind zum Beispiel Organisationen oder Wohlfahrtsverbände. Staatliche Beratungsstellen gibt es bei Sozialämtern oder Ausländerbehörden. Hier finden Sie Beratungsstellen zu freiwilliger Rückkehr in Ihrer Nähe.

Ablauf Ablauf

Benötigte Dokumente
Um freiwillig ausreisen zu können, müssen Sie ein gültiges Reisedokument besitzen, zum Beispiel Reisepass, Passersatzpapier, Aufenthaltstitel. Einige Länder erlauben ihren Staatsangehörigen die Einreise auch mit einem EU Laissez-Passer. Das erhalten Sie durch die Ausländerbehörde. Die Botschaft oder das Konsulat kann auch ein Emergency Travel Certificate oder ein gleichwertiges Ersatzdokument ausstellen.

Wenn Sie aus einem afrikanischen Land kommen, benötigen Sie häufig erst eine Buchungsbestätigung von IOM. Danach können Sie bei der Botschaft Ihres Landes Ihr Reisedokument beantragen.

Reisen Sie in ein anderes Land als Ihrem Herkunftsland, benötigen Sie ein 1-Jahr gültiges Einwanderungsvisum von der Botschaft oder dem Konsulat.

Medizinische Fälle
Eine Rückkehr kann auch bei einer Erkrankung oder Behinderung erfolgen. In diesem Fall kann der Ausreiseprozess länger dauern. Das hängt von der Erkrankung und den medizinischen Gutachten ab, die benötigt werden. Medizinische Fälle sind auf dem Antrag unbedingt einzutragen.

Schwangerschaft
Bei einer Schwangerschaft ist ein Nachweis vom Arzt notwendig, dass Sie gesundheitlich in der Lage sind, zu fliegen.