Medizinische Unterstützung (Medical Assistance - MEDA)

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Das REAG/GARP-Programm unterstützt Personen, die freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren wollen. Auch Menschen, die krank sind, begleiten wir - von der ersten Beratung bis zur Integration im Zielland.


In der Entscheidungsphase können Rückkehrinteressierte mithilfe der ReturningfromGermany-Webseite und den Rückkehrberatungsstellen Informationen bekommen. Das ZIRF-Counselling unterstützt zusätzlich bei der individuellen Beratung in medizinischen Fragen.

Nachdem ein Arzt geprüft hat, ob eine Person Reisen kann, werden Vorbereitungen für die Transportphase getroffen.

In der Reintegrationsphase geht es um Möglichkeiten der medizinischen Weiterversorgung. Dafür müssen die Bedingungen im Herkunftsland stimmen. Dazu gehören die Verfügbarkeit von Medikamenten, der Zugang zum Gesundheitssystem sowie die finanzielle und geografische Erreichbarkeit des Versorgungsangebots.

Wer kann medizinische Unterstützung bekommen?

Menschen, die akut oder chronisch krank sind. Dies umfasst sowohl körperliche als auch psychische Erkrankungen, die eine gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen.

Was ist die Besonderheit bei der Bearbeitung medizinischer Fälle?

Bei der Bearbeitung medizinischer Fälle steht die informierte Entscheidung der/des Rückehrenden im Mittelpunkt. Es muss geklärt werden, ob während der Reise medizinische Unterstützung notwendig wird und wie gut die medizinische Versorgung im Zielland ist.
Der aktuelle Gesundheitszustand und die Reisetauglichkeit sind zu prüfen.
Kann eine Weiterbehandlung im Heimatland nicht ausreichend oder überhaupt nicht erfolgen, ist sicherzustellen, dass die rückkehrinteressierte Person über mögliche Konsequenzen für ihren Gesundheitszustand aufgeklärt wird und somit eine informierte Entscheidung treffen kann. All diese Informationen zu sammeln kann längere Zeit in Anspruch nehmen. Bei MEDA-Fällen muss daher mitunter mit längeren Bearbeitungsfristen gerechnet werden.

Welche Art von Unterstützung kann geleistet werden?

• Übernahme zusätzlich höherer Flugkosten
(beispielsweise medizinischer Sauerstoff, Business Class, Liegendtransport)
• Übernahme von zusätzlichen bodengebundenen Transportkosten
(beispielsweise Krankentransport, Rollstuhltaxi)
• Finanzierung einer (nicht-)medizinischen Begleitperson während der Rückkehr
(beispielsweise Familienangehörige, Rettungssanitäter, Arzt)
• Vorrat an notwendigen Medikamenten für maximal 3 Monate (Sachleistung)

Sachleistungen für schwere medizinische Fälle

Kosten verschiedener Art können als Sachleistungen gefördert werden. Dazu gehören:
Medizinische Behandlungen (zum Beispiel Arztbesuche, Operationen)
Therapeutische Behandlungen (zum Beispiel Psychotherapie)
Medikamente (zum Beispiel Tabletten, Insulin)
Medizinische Hilfsmittel und -geräte (zum Beispiel Rollstuhl)
(In Ausnahmefällen sind alternative Sach- und Dienstleistungen möglich.)

Sachleistungen nach der Ankunft können bis zur Höhe von 2.000 EUR pro Person genehmigt werden. Dabei muss es sich um Personen mit schweren/lebensbedrohlichen Krankheiten oder besonders pflegeintensive Fälle handeln. Die Übernahme von Kosten für medizinische Sachleistungen muss drei Monaten nach der Ankunft im Zielland beantragt werden.

Schwangerschaft

Bei einer nachgewiesenen Schwangerschaft sollte bei der Ausreise eine Flugtauglichkeitsbescheinigung (nicht älter als 8 Tage) mitgeführt werden – insbesondere ab der 28. Schwangerschaftswoche (SSW). Bitte bei Antragstellung auch eine vollständige Kopie des Mutterpasses einreichen.

Zusatzinformation

Medikamente können nur nach Vorlage eines Rezepts und eines Kostenvoranschlags für maximal 3 Monate genehmigt werden. Ein Arztbrief sollte nicht älter als 2 Wochen sein. Das MEDA/MEDIF Formular sollte bei Antragstellung nicht älter als 7 Tage sein. Die Flugtauglichkeitsbescheinigung sollte bei Abflug nicht älter als 8 Tage sein.



Es besteht kein automatischer Anspruch auf diese Art der Unterstützung.


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