Antragstellung

Wer kann eine unterstützte Rückkehr im Rahmen von REAG/GARP beantragen?

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Drittstaatsangehörige, die darüber nachdenken zurückzukehren, aber keine eigenen Mittel dafür haben, können Unterstützung beantragen. Art und Umfang der Förderung werden individuell nach der Bedürftigkeit beziehungsweise besonderer Schutzbedürftigkeit entschieden. Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Unterstützung.

Kann ein REAG/GARP-Antrag aus der Haft heraus gestellt werden?

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Nein. Personen, die freiwillig zurückkehren möchten, müssen sich nach ihrer Entlassung an eine Beratungsstelle wenden und dort einen Antrag auf Unterstützung der Rückkehr stellen.

Muss jemand zwingend einen Asylantrag gestellt haben?

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Nein. Personen, die ein Asylbegehren (Asylgesuch) geäußert, aber noch keinen rechtswirksamen Asylantrag gestellt haben, werden ebenfalls unterstützt. Zudem werden Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution durch das Programm unterstützt.

Wie lange dauert die Bearbeitung bei der IOM?

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Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Zielland, wobei immer eine zügige Abwicklung angestrebt wird. Bei Vorliegen aller Unterlagen und/oder Bestätigungen kann die IOM die beantragte Ausreise in der Regel innerhalb von vier bis fünf Werktagen organisieren. Bitte beachten Sie, dass es je nach Zielland oder bei medizinischen Fällen zu einer längeren Bearbeitungszeit kommen kann.

Wer muss den REAG/GARP-Antrag unterschreiben?

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Alle volljährigen Personen (ab 18 Jahre), die auf dem Antrag aufgeführt sind, müssen auf der dritten Seite des Antrags unterschreiben. Außerdem muss das Datum der Antragsstellung angegeben werden. Unbegleitete Minderjährige ab 16 Jahren müssen zusätzlich zur gesetzlichen Vertretung alle Dokumente unterschreiben.

Welche Unterlagen sind bei Antragsstellenden, die Analphabeten sind, erforderlich?

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IOM benötigt eine von der antragsübermittelnden Stelle ausgestellte Erklärung, aus der hervorgeht, dass der/die Antragstellende im Beisein einer Dolmetscherin oder eines Dolmetschers über den Inhalt des REAG/GARP-Antrages ausreichend informiert wurde. Die antragsstellende Person muss den Inhalt verstanden haben und der Antrag muss im Beisein der Sachbearbeiterin oder des Sachbearbeiters von allen volljährigen Personen unterzeichnet werden (durch drei Kreuze oder Fingerabdruck).

Was ist das Online-Antragsmodul, kurz OAM?

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Das OAM ist ein digitales Antragsmodul, welches für Rückkehrberatende von antragsübermittelnden Stellen entwickelt wurde, um REAG/GARP-Anträge online einzureichen. Das OAM ermöglicht Zugriff auf die Datenbank der Zentralstelle für Informationsvermittlung zur Rückkehrförderung, kurz ZIRF, und bietet die Möglichkeit neue Anfragen zu stellen.

Wer kann das OAM nutzen?

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Das OAM ist für Rückkehrberatende von antragsübermittelnden Stellen gedacht. Eine antragsübermittelnde Stelle ist dazu berechtigt, REAG/GARP-Anträge für freiwillig Rückkehrende oder länderspezifische Anfragen unter dem ZIRF-Projekt zu stellen.

Wie können Stellen REAG/GARP-Anträge über das OAM einreichen?

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Um REAG/GARP Anträge über das OAM einzureichen, müssen Rückkehrberatende ein Konto im OAM erstellen, indem sie auf der Eingabetaste des OAM auf "Registrieren" klicken. Das Registrierungsformular sollte zunächst unter dem Feld “Registrierungsformular herunterladen” heruntergeladen, ausgefüllt, ausgedruckt und unterschrieben werden. Danach sollte es gescannt und unter dem Feld “Registrierungsformular” wieder hochgeladen werden. Nachdem die Berechtigung der antragsübermittelnden Stelle überprüft wurde, wird eine Bestätigungs-E-Mail mit einem temporären Passwort und einem Anmeldelink versendet. Registrierte Rückkehrberatende können nun Anträge stellen.

Wo können Rückkehrberatende relevante Informationen zum OAM finden?

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Informationen können im OAM Handbuch nachgelesen werden. Für telefonische Rückfragen steht der User Support unter der +49 30 278 778 78 von Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr zur Verfügung. Dieser kann auch via E-Mail unter iomdeoamsupport@iom.int oder über das Kontaktformular des eigenen OAM Kontos erreicht werden.