StarthilfePlus

In Ergänzung zu REAG/GARP können Sie mit StarthilfePlus eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten. Es hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit und Ihrem Aufenthaltsstatus ab, ob Sie StarthilfePlus bekommen können.

StarthilfePlus kann von Ihrer Rückkehrberatungsstelle zusammen mit der REAG/GARP-Förderung beantragt werden. Aufbauend auf die REAG/GARP-Unterstützung bietet das Bundesprogramm StarthilfePlus folgende finanzielle Unterstützung:Stufe 1: Sie erhalten 1.200 EUR, wenn Sie noch vor Abschluss des Asylverfahrens eine freiwillige Rückkehr beantragen.Stufe 2: Sie erhalten 800 EUR, wenn Ihr Asylantrag abgelehnt wurde und Sie sich innerhalb der gegebenen Ausreisefrist für eine freiwillige Rückkehr entscheiden.Stufe S: Sie erhalten 800 EUR, wenn Sie nach deutschem Recht schutzberechtigt sind und mit StarthilfePlus in Ihr Herkunftsland zurückkehren. Anders als die anderen Stufen gilt die Stufe S für alle Staatsangehörigkeiten im Rahmen von REAG.Stufe D – Nur für Menschen aus Albanien und Serbien (ab 01.01.2018): Wenn Sie seit mindestens zwei Jahren in Deutschland geduldet (Langzeitduldung) sind und mit StarthilfePlus in Ihr Herkunftsland zurückkehren, erhalten Sie eine einmalige finanzielle Unterstützung von 500 EUR, sowie Reintegrationsunterstützung in Form von folgenden Sachleistungen, je nach Bedarf:
  • Wohnkosten bis zu 2.000 EUR für Familien und bis zu 1.000 EUR für Einzelpersonen
  • Medizinische Kosten bis zu 3.000 EUR für Familien und bis zu 1.500 EUR für Einzelpersonen
Hinweis: Personen, die in ein aufnahmebereites Drittland weiterwandern, können keine Stufe D-Unterstützung bekommen.Abgeschlossen: Stufe Ü (bis 31.12.2017) sowie die zusätzliche Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen (max. 3.000 EUR bis 28.02.2018) sind beendet.Familienförderung: Eine Familie kann 500 EUR extra bekommen, wenn mehr als vier Familienmitglieder gemeinsam mit StarthilfePlus ausreisen.Die Auszahlung der StarthilfePlus erfolgt in zwei Raten. Die erste Hälfte wird Ihnen mit der GARP-Auszahlung bei der Abreise am Flughafen ausgezahlt und die zweite Hälfte sechs bis acht Monate später durch IOM in Ihrem Herkunftsland. Kinder unter 12 Jahren bekommen die Hälfte der Fördersumme.VoraussetzungenStaatsangehörige der folgenden Länder können StarthilfePlus erhalten (GARP-Staatenliste):Afghanistan, Ägypten, Algerien, Armenien*, Aserbaidschan*, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Burkina Faso, China, Côte d'Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Gambia, Georgien*, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Indien, Irak, Iran, Kamerun, Kenia, Libanon, Libyen, Mali, Marokko, Mongolei, Niger, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Autonomiegebiete, Russische Föderation*, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Syrien, Sri Lanka, Tadschikistan, Togo, Türkei*, Tunesien, Ukraine* und Vietnam.

*Hinweis: Staatsangehörige aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russische Föderation, Türkei und der Ukraine müssen sich vor dem 01.12.2017 im Asylverfahren registriert haben und vor der jeweiligen Visaliberalisierung (Georgien 28.03.2017/Ukraine 11.06.2017) eingereist sein.

Ausnahme Stufe S: Wenn Sie nach deutschem Recht schutzberechtigt sind, können Sie unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit StarthilfePlus bekommen.Um ausreisen zu können, müssen Sie unterschreiben, dass Sie Ihren Asylantrag zurücknehmen und auf rechtliche Mittel verzichten. Für StarthilfePlus setzt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) voraus, dass Sie eine zusätzliche Erklärung unterschreiben.

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