StarthilfePlus

In Ergänzung zu REAG/GARP können Sie mit StarthilfePlus eine zusätzliche finanzielle Unterstützung erhalten. Es hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit und Ihrem Aufenthaltsstatus ab, ob Sie StarthilfePlus bekommen können. Außerdem gibt es eine Reintegrationsunterstützung, mit der Sachleistungen im Bereich Wohnen finanziert werden können.

Art der Unterstützung
StarthilfePlus kann von Ihrer Rückkehrberatungsstelle zusammen mit der REAG/GARP-Förderung beantragt werden. Aufbauend auf die REAG/GARP-Unterstützung bietet das Bundesprogramm StarthilfePlus folgende finanzielle Unterstützung:
Stufe 1: Sie erhalten 1.200 EUR (Kinder unter 12 Jahren 600 EUR) wenn Sie noch vor Abschluss des Asylverfahrens eine freiwillige Rückkehr beantragen.Stufe 2: Sie erhalten 800 EUR (Kinder unter 12 Jahren 400 EUR) wenn Ihr Asylantrag abgelehnt wurde und Sie sich innerhalb der gegebenen Ausreisefrist für eine freiwillige Rückkehr entscheiden.Stufe S: Sie erhalten 800 EUR (Kinder unter 12 Jahren 400 EUR) wenn Sie nach deutschem Recht schutzberechtigt sind und mit StarthilfePlus in Ihr Herkunftsland zurückkehren. Stufe S gilt für alle mit REAG förderfähigen Personen, die REAG/GARP erhalten und ist dabei unabhängig von der Staatsangehörigkeit.Hinweis: Die Einstufung von StarthilfePlus erfolgt über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. IOM hat keinen Einfluss auf Ihre Einstufung oder Ihr Asylverfahren bzw. Aufenthaltsstatus.
Stufe D – Für Personen albanischer oder serbischer Staatsangehörigkeit (ab 01.01.2018): Wenn Sie seit mindestens zwei Jahren in Deutschland geduldet (Langzeitduldung) sind und mit StarthilfePlus in Ihr Herkunftsland zurückkehren, erhalten Sie eine einmalige finanzielle Unterstützung von 500 EUR, sowie Reintegrationsunterstützung in Form von folgenden Sachleistungen, je nach Bedarf:
  • Wohnkosten bis zu max. 2.000 EUR für Familien und bis zu max. 1.000 EUR für Einzelpersonen
  • Medizinische Kosten bis zu max. 3.000 EUR für Familien und bis zu max. 1.500 EUR für Einzelpersonen
Hinweis: Personen, die in ein aufnahmebereites Drittland weiterwandern, können keine Stufe D-Unterstützung bekommen.Abgeschlossen: Stufe Ü (bis 31.12.2017) ist beendet.
Familienförderung: Wenn mehr als vier Familienmitglieder gemeinsam mit StarthilfePlus ausreisen, kann die Familie einmalig 500 EUR extra bekommen.
Die Auszahlung der StarthilfePlus erfolgt in zwei Raten (außer bei Stufe S). Die erste Hälfte wird Ihnen bei der Abreise am Flughafen zusammen mit der REAG/GARP-Unterstützung ausgezahlt. Die zweite Hälfte erhalten Sie sechs bis acht Monate später durch IOM-Mitarbeitende in Ihrem Herkunftsland. Kinder unter 12 Jahren bekommen die Hälfte der Fördersumme.

NEU: Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen: Zwischen dem 15. September und dem 31. Dezember 2018 können Sie eine zusätzliche Reintegrationsunterstützung beantragen, mit der Sachleistungen im Bereich Wohnen finanziert werden können.*

Freiwillig Rückkehrende können Sachleistungen zum Beispiel für Miete, Bau- und Renovierungsarbeiten oder die Grundausstattung für Küche oder Bad erhalten. Der Umfang der Reintegrationsunterstützung umfasst je nach Bedarf bis maximal 3.000€ für Familien und bis maximal 1.000€ für Einzelpersonen. Die konkrete Form der Unterstützung wird nach der Ankunft im Zielland mit der IOM vor Ort abgestimmt. Der Antrag für die Reintegrationsunterstützung namens „Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!“ wird zusammen mit dem StarthilfePlus-Antrag gestellt und muss bis zum 15. Januar 2019 bei der IOM vorliegen.*

Hinweis: Keine Reintegrationsunterstützung erhalten Personen, die in der Stufe S und Stufe D des Bundesprogramms StarthilfePlus gefördert werden, Personen, die in ein aufnahmebereites Drittland weiterwandern sowie Personen, die in die palästinensischen Autonomiegebiete oder nach Somalia zurückkehren.


Unterstützte Personengruppen
Als Staatsangehöriger / Staatangehörige der folgenden Länder können Sie StarthilfePlus sowie die Reintegrationsunterstützung im Bereich Wohnen erhalten:
Afghanistan, Ägypten, Algerien, Armenien*, Aserbaidschan*, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Burkina Faso, China, Côte d'Ivoire, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Gambia, Georgien*, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Indien, Irak, Iran, Kamerun, Kenia, Libanon, Libyen, Mali, Marokko, Mongolei, Niger, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Autonomiegebiete, Russische Föderation*, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Sri Lanka, Syrien, Tadschikistan, Togo, Türkei*, Tunesien, Ukraine* und Vietnam.*Hinweis: Staatsangehörige aus Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russische Föderation, Türkei und der Ukraine müssen sich vor dem 01.12.2017 im Asylverfahren registriert haben und vor der jeweiligen Visaliberalisierung (Georgien 28.03.2017/Ukraine 11.06.2017) eingereist sein.Vorraussetzung Sie müssen eine vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zur Verfügung gestellte „Verzichtserklärung“ unterschreiben, in der Sie auf Ihren Schutzstatus, einer Fortsetzung des Asylverfahrens sowie auf weitere Rechtsmittel verzichten.

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